AG Gender in den Theologien

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

  • Wann 25.11.2020 von 00:00 bis 23:59 (Europe/Berlin / UTC100)
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Gewalt an Frauen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzung. Sie ist ein globales Phänomen und kann überall auftreten: in Afrika, Asien, in Deutschland, Berlin, an unserer Humboldt-Universität.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Viele, die Gewalt erleben, haben danach Schwierigkeiten, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Sie leiden unter Depressionen, vereinsamen, verarmen – emotional und materiell. Häufig sieht man, dass sich Gewalt über Generation hinzieht.
Im Ziel 5 der 17 Zielen für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) geht es um die Gleichheit der Geschlechter. Alle Formen von Diskriminierung, von Gewalt im öffentlichen und im privaten Bereich - körperliche oder sexuelle, seelische oder geistige – müssen beseitigt werden.


1960 riefen die Vereinten Nation den 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aus, um damit ausdrücklich auf die staatliche Verantwortung für den Schutz von Frauen und Mädchen hinzuweisen. Ausgangspunkt war die Ermordung von drei Schwestern aus der Dominikanischen Republik:
"Sexual violence against women and girls is rooted in centuries of male domination. Let us not forget that the gender inequalities that fuel rape culture are essentially a question of power imbalances." — UN Secretary-General António Guterres

 

Nach langen Vehandlungen konnte am 25.11.2011 die sogenannte Istanbulkonvention, ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt verabschiedet werden.


Am 25. November 2017 wurde die Kampagne “nein-heißt-nein” ins Leben gerufen, die seitdem auf die Ende 2016 in Kraft getretenen Änderungen des Sexualstrafrechts verweist.


Auch wenn es die derzeitige Lage nicht ermöglicht, eine öffentliche Veranstaltung mit Außenwirkung für alle drei „theologischen Häuser“ der HU zu organisieren, möchten wir dazu aufrufen, uns - auch aus unserer theologischen Verantwortung - weiterhin jeden Tag gegen Gewalt an Frauen einzusetzen.
Die nächste Betroffene könnten wir selbst, unsere Mitstudierende, unsere NÄCHSTE sein.


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