Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼
 

Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Aktuelles

Aufrufe

Studentische (Stadt-) Forschungsgruppe

die studentische (Stadt-) Forschungsgruppe sucht Mitglieder für das aktuelle Jahresprojekt (SoSe 18 - SoSe 19).

Das Ziel bei der Gründung der Studentischen (Stadt-)Forschungsgruppe (SFG) beruht auf zwei Grundsätzen. Einerseits soll die SFG den Studierenden einen Raum anbieten, in dem sie sich wissenschaftlich ausprobieren und einen interessensgeleiteten Einstieg in die Forschung erfahren können, andererseits soll sie eine Instanz des Voneinander- und Zusammenlernens sein. Das bedeutet, dass die SFG den Studierenden zwei Perspektiven eröffnen soll: eine beruflich-akademische und eine pädagogische Perspektive.

Im aktuellen Zyklus wird sich die SFG mit urbaner Demokratie beschäftigen, konkreter gesagt mit städtischen rechtspopulistischen Diskursen in Hinblick auf die Demokratie auseinandersetzen. Wir wollen unter anderem folgenden Fragen nachgehen:

Wer vertritt den Rechtspopulismus in der Stadt? Welche sind, oder gibt es überhaupt rechtspopulistischen Strategien und Praxen der Aneignung städtischer Räumen? Inwiefern kann Urbanität als Lebensweise gelten, die Demokratie, Aushandlung und Integration verbürgt?

 

 

Bucherscheinungen

 

Community as Urban Practice

Im März 2017 erschien Talja Bloklands Buch zu einem zentralem Konzept der Urban Studies:

Talja Blokland: Community as Urban Practice

Gemeinschaft ist eine zentrale Idee der Metropolenforschung. Trotz dieser Zentralität ist sie konzeptuell noch immer vage und damit schwer in empirische Forschung umzusetzen. Ausgehend von bestehenden Theorien über Gemeinschaft bietet Talja Blokland einen wichtigen Beitrag zu Definition und Verständnis dieses Schlüsselthemas.

Blokland argumentiert, dass der Fokus in der Vergangenheit zu stark auf die Gemeinschaft als ein stabiles Konstrukt gelegt wurde, das durch langlebige Beziehungen mit Verwandten, Freunden, sozialen Gruppen oder Nachbarschaften geformt wird. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf kurzlebige, fliesende Begegnungen, die die Gemeinschaft bilden, und theoretisiert Gemeinschaft als geteilte urbane Praxis in einer sich globalisierenden Welt. Das Buch stellt zwei Arten über Gemeinschaft zu denken vor: die Dimension der Vertrautheit, die durch unsere Fähigkeit Identitäten zu konstruieren definiert wird, und die Dimension des Zugangs, die durch unsere Freiheit urbane Räume zu betreten und zu verlassen definiert wird. Diese Dimensionen setzen unterschiedliche urbane Beschaffenheiten zusammen, die es uns möglich machen Gemeinschaft in vielfältiger Weise zu erleben und zu praktizieren. Gemeinschaft ist letzten Endes eine urbane Praxis, nicht ein unveränderbarer Stand der Dinge.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Wiley Verlags.

 

 

Gentrifizierung in Berlin

im September 2016 erschien folgendes Buch zu einem der größten Konfliktfelder der gegenwärtigen Stadtentwicklungpolitik:

Ilse Helbrecht (Hrsg.): Gentrifizierung in Berlin. Verdrängungsprozesse und Bleibestrategien

Gentrifizierung ist das vermutlich größte Konfliktfeld der aktuellen Stadtentwicklungspolitik – denn Gentrifizierung bedeutet, dass ärmere Bevölkerungsgruppen von  wohlhabenderen Schichten aus ihren Wohngebieten verdrängt werden. Obwohl diese Entwicklung offensichtlich ist, hat sich die deutsche und internationale Forschung bisher nur mit der baulich-sozialen Aufwertung von Quartieren beschäftigt. Die Folgen für die Verdrängten blieben bisher so gut wie unbeachtet. Wohin ziehen sie? Was bedeutet die  Verdrängung aus dem angestammten Quartier für sie? Welche Bleibestrategien gibt es?  Am Beispiel von Berlin, der deutschen »Hauptstadt der Gentrification«, gehen die Beiträge des Bandes diesen drängenden Fragen mit innovativen Methoden nach.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des transcript Verlags.