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Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Newsletter August 2018

Themen:*** Open Call for Applications – NYLON Group Berlin *** Technische Universität Darmstadt – Urbane Infrastrukturen *** Heinrich-Böll-Stiftung – Salonica: „Erinnerungen an das untergegangene „Jerusalem des Balkans“*** Nordische Botschaften – Nordic Urban Spaces: Inspirationen für Stadt und Raum *** Initiative Kerberos und ICOMOS Deutschland – Underground Architecture revisited *** Autor*innenkollektiv Gras & Beton (Hg.) – Gefährliche Orte: Unterwegs in Kreuzberg ***

 


Open Call for Applications – NYLON Group Berlin


„Wir transformieren Forschung in soziales Engagement und bieten ein experimentelles Peer-to-Peer-Umfeld für in Berlin lebende Promovierende an.“
Die NYLON Gruppe Berlin lädt in Berlin wohnhafte Forscher*innen ein, die sich am Anfang ihrer Dissertation befinden, eine kurze Bewerbung um Mitgliedschaft einzusenden. Dabei sind alle Disziplinen willkommen, da die Gruppe einen interdisziplinären Charakter und eine institutionelle Diversität beibehalten möchte. Bewerber*innen sollten eine akademische Laufbahn anstreben und dazu bereit sein, regelmäßig an den Sitzungen teilzunehmen und sich darauf intensiv vorzubereiten. Die Arbeitssprache ist Englisch und die Affinität für die theoretischen Ansätze der Gruppe sollte auch bei den Projekten der Interessent*innen sichtbar sein.


In wöchentlichen Treffen diskutieren wir theoretische Texte und geben uns gegenseitig Feedback zu Entwürfen von Dissertationskapiteln, Journal-Artikeln und Konferenzpräsentationen. In jedem Semester gibt es einen thematischen Fokus, so sind wir beispielsweise den Themen „Infrastruktur“, „der Fremde“, „öffentliche Intellektuelle“, „Utopie“ und „Technologie“ in der Vergangenheit nachgegangen. Dies waren Ausgangspunkte für lebhafte Untersuchungen zu den sozialen, politischen und materiellen Bedingungen, die soziale Organisation ermöglichen. Aus diesem Grund sind Städte und Urbanisierungsprozesse wichtige Loci und Foki, um das Zusammenwirken von sozialen und materiellen Transformationen zu verstehen und Transformationspotenziale auszuloten. Anders gesagt, die NYLON Gruppe blickt mit der Perspektive der Kritischen Sozialtheorie auf soziale Organisation und Transformationsprozesse.


Neben regulären Sitzungen organisiert die Gruppe Workshops zu relevanten Themen für intellektuelle Arbeiten inner- und außerhalb der Akademie. NYLON Berlin arbeitet transdisziplinär und besteht entsprechend aus Mitgliedern verschiedener Disziplinen, wie Geographie, Geschichte, Stadtplanung, Anthropologie, Soziologie und Politikwissenschaft. NYLON Berlin bietet den Mitgliedern Zugang zu einem dynamischen Netzwerk internationaler Akademiker*innen und führender Forschungseinrichtungen. Das Netzwerk organisiert eine jährliche Konferenz, die entweder in Berlin, New York oder London stattfindet. Im Laufe des Jahres fördert das Netzwerk bilaterale Austausche zwischen Untergruppen und einzelnen Mitgliedern.


NYLON Berlin ist Mitglied des internationalen NYLON-Forschungsnetzwerks, das außerdem Gruppen von der New York University und der London School of Economics beinhaltet. Die Gruppe ist am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung angesiedelt, wird von der Einstein-Stiftung finanziert und ist mit dem Lehrstuhl für Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin assoziiert (Prof. Talja Blokland).


Bewerbung: Neue Mitglieder sind während des ganzen Jahres willkommen. Über die Bewerbungen befinden die aktuellen Mitglieder. Bitte senden Sie einen Lebenslauf und einen Absatz (nicht länger als 4 Sätze) über Ihre Dissertation an gibson@gsnas.fu-berlin.de
Besuchen Sie unsere Webseite für mehr Informationen: http://nylonberlin.org.


(Hannah Schilling, Doktorandin am Lehrstuhl für Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin)

 

 

 

[Link] Technische Universität Darmstadt – Urbane Infrastrukturen
Deadline: 15. August 2018 | Konferenz: 7. – 8. Februar 2019 | EN


Synchronisierte urbane Infrastrukturen sind heutzutage ein grundlegender Bestandteil der Städte. Gekoppelte Strom-, Verkehr-, Wasser- und viele andere Netzwerke im städtischen Raum werden für ein effizientes Stadtsystem und Wohlbefinden der Stadtbevölkerung vorausgesetzt. Die von der Research Training Group KRITIS veranstalte Konferenz „Urbane Infrastrukturen“ geht diesem Thema mit einem Interdisziplinären Ansatz nach und schreibt einen Call for Presentations aus, der sich an Forscher*innen und Fachleute aus der Praxis richtet. Fünf Bereiche werde thematisiert: Governance, Spatiality, Temporality, Safety and Security und ICT Management. Mehr Information über das Format der Präsentation unter dem Link.

 

 

[Link] Heinrich-Böll-Stiftung – Salonica: Erinnerungen an das untergegangene „Jerusalem des Balkans“
23. August 2018 | 18:00 – 22:00 Uhr | DE


Einst war das multikulturelle Thessaloniki eine mehrheitlich jüdische Großstadt, dann kam der Nationalsozialismus...  
Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet am 23. August eine Filmprojizierung mit anschließendem Gespräch über die Erinnerungskultur in der Stadt. Mit Beiträgen von den Historiker*innen Maria Kavala und Tobias Blümel soll die Geschichte des jüdischen Thessalonikis rekonstruiert werden. Danach wird Leon Saltiel, Mitglied des Zentralrats der Juden Griechenlands, über den Fortschritt bei der Aufarbeitung der Vergangenheit berichten.     

 

[Link] Nordische Botschaften – Nordic Urban Spaces: Inspirationen für Stadt und Raum
6. Juli – 28. September 2018 | DE | EN


In diesem Sommer organisieren die nordischen Botschaften eine Ausstellung zur skandinavischen Stadt. Anhand von knapp 70 Fallbeispielen beschäftigen sich Besucher*innen mit unterschiedlichen Ausgangssituationen und Fragenstellungen im öffentlichen Raum, die erfolgreich mithilfe verschiedener Methoden und Konzepte bearbeitet wurden. Die Ausstellung bietet einen architektonischen und stadtplanerischen Blickwinkel auf die Gestaltung der Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert.

 

[Link] Initiative Kerberos und ICOMOS Deutschland – Underground Architecture revisited
Deadline: 15. August 2018 | Konferenz: 20. – 23. Februar 2019 | DE | EN


Verkehrsarchitekturen prägen das Bild der Städte und dienen als Identifikationsorte für die Nutzer*innen. Die internationale Konferenz „Underground Architecture revisited“ widmet sich der architektonischen Gestaltung von U-Bahnhöfen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im europäischen Vergleich. Referent*innen aus den Bereichen Bau- und Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Architektur, Stadtplanung sowie Sozial- und Kulturwissenschaften werden aufgerufen, Abstracts für Präsentationen einzureichen. Vorträge zu den Themen „Denkmalwerte und -bedeutung“, „Konstruktion, Material und Farbe“, „Erhaltung und Modernisierung“, „Vermittlung und Rezeption“ und „Akteure und Netzwerke“ sind erwünscht. Reise- und Unterkunftskosten werden vorbehaltlich der Bewilligung beantragter Fördermittel erstattet.   

 

[Link] Autor*innenkollektiv Gras & Beton (Hg.) – Gefährliche Orte: Unterwegs in Kreuzberg
erschienen im Mai 2018 | DE


»Kriminalitätsbelastete Orte«, »gefährliche Orte« oder »Gefahrengebiete«. Der Diskurs um stigmatisierte Räume spielt in Stadtentwicklung, Stadtplanung und polizeilicher Praxis eine immer größere Rolle. An den exponierten Beispielen des Kottbusser Tors und des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg unterzieht das Autor*innenkollektiv den Diskurs um »gefährliche Orte« einer kritischen Revision. Es untersucht die sozialräumliche Entwicklung dieser Gebiete, analysiert die darauf bezogenen polizeilichen und sozialtechnischen Maßnahmen und stellt die Frage, für wen das Recht auf Stadt in diesen Räumen gilt.
Erschienen im Mai 2018 bei Assoziation A.