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Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Newsletter Januar 2019

Themen/Topics:

 

Tourism and Everyday Life in the Contemporary City –

Mitglieder einer GSZ-Arbeitsgruppe veröffentlichen Sammelband

 

Das „angespannte Verhältnis“ von Stadt und Tourismus ist seit einigen Jahren Gegenstand öffentlicher und stadtforschender Debatte. Unter Schlagwörtern wie „overtourism“, „Tourismusphobie“ oder „stadtverträglicher Tourismus“ wird städtischer Tourismus vor allem mit Blick auf seine Dimensionen sowie die Reaktionen, die er hervorruft, diskutiert. Es geht aber auch um neue stadt- und tourismuspolitische Gestaltungsansprüche – Stichwort Stadtverträglichkeit bzw. Nachhaltigkeit. Das Georg-Simmel-Zentrum hat die Thematik schon früh aufgegriffen. In der Urban Research Group: New Urban Tourism organisiert sich seit 2015 eine Stadt- und Tourismusforschung, die über die eingangs genannten Aspekte hinaus eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem „Stadttouristischen“ anstrebt. In diesem Sinne und auf Basis einer internationalen Konferenz, die im Mai 2017 am GSZ stattfand, geben vier Mitglieder der Research Group nun den Sammelband Tourism and Everyday Life in the Contemporary City heraus, der im März bei Routledge erscheinen wird. In elf Kapiteln entfaltet dieser die vielfältigen Dimensionen und Konsequenzen einer Verschränkung von Tourismus und urbanem Alltagsleben. Zur Konzeption dieser unterschiedlichen Phänomene wird der Terminus new urban tourism im Anschluss vor allem an den tourismustheoretischen Literaturdiskurs aufgegriffen und redefiniert. Es können drei Dimensionen ausgemacht werden, die diesen neuen Stadttourismus kennzeichnen: Erstens zeichnet er sich durch die Faszination für das Alltägliche aus (the extraordinary mundane), zweitens ermöglicht er innovative Begegnungen zwischen verschiedenen StadtnutzerInnen (encounters and contact zones). Drittens schafft er im Ergebnis neue Möglichkeiten der gemeinsamen Koproduktion von Stadt und städtischen Alltagsleben (urban co-production). Entlang der verschiedenen Kapitel werden einzelne Aspekte dieser drei Dimensionen in den Blick genommen und aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen heraus analysiert. Behandelte Themen sind, unter anderem, die Touristifizierung von Wohngebieten, die Frage nach dem Recht auf Stadt, der Einfluss privater Kurzzeitvermietungen auf urbanen Alltag sowie die Entstehung sogenannter „hangout commons“ in Berlin.

Für weiterführende Informationen und Vorbestellungen besuchen Sie bitte die Verlagsseite von Routledge unter https://www.routledge.com/Tourism-and-Everyday-Life-in-the-Contemporary-City/Frisch-Sommer-Stoltenberg-Stors/p/book/9781138580725

 

(Das Herausgeberteam setzt sich zusammen aus Thomas Frisch - Universität Hamburg, Christoph Sommer - HU Berlin, Luise Stoltenberg - Universität Hamburg - und Natalie Stors - Universität Trier)

 

 

 

[Link] Georg-Simmel Center for Metropolitan Studies | Department of Regional and Urban Sociology of the Humboldt University – Think & Drink Colloquium
January 7th | 14th | 21st | 28th, 2019 | 6:00 pm

 

The Think & Drink Colloquium is a series of presentations on different topics around the city, urban life and urban politics, always held on Mondays. This month, four presentations will take place. On January 7th, Jens Wurtzbacher and Hans-Joachim Schubert (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) will talk about trust and security in the metropolis. On January 14th, Maarten Van Ham (TU Delft) will hold a presentation about urban segregation in the course of different generations. On January 21st, Roy Coleman (University of Liverpool) will talk about Morbidity and Malaise, based on theories of Antonio Gramsci and Emil Durkheim. Finally, on January 28th, Els de Graauw’s (University of New York) talk engages with the literatures on urban citizenship and immigration federalism, based on the case of the U.S. cities. The Think & Drink is open to the public and does not require prior registration.

 

 

[Link] Bauhaus-Universität Weimer | Rosa-Luxemburg-Stiftung – Postwachstumstadt: Perspektiven des sozial-ökologischen Wandels der Stadtgesellschaft
Deadline: 1. Februar 2019 | Konferenz: 10. & 11. Mai 2019

Ökologische, soziale und kulturelle Krisen machen deutlich, dass Städte, geformt von kapitalistischer Expansion und imperialer Lebensweise, zunehmend an Grenzen stoßen. Gleichzeitig werden die Rufe nach einer großen Transformation lauter. Vor dem Hintergrund der Wachstumskritik widmet sich die Konferenz der urbanen Transformation und ruf zur Mitwirkung auf. Beiträge zu den Themen Bewegte Stadt: „Vom Recht auf Stadt und dem Guten Leben für Alle“, „Eine andere Stadt ist planbar: Perspektiven auf Institutionen“ und „Alternative Alltagspraxen und neue Erzählungen“ können bis zum 1. Februar eingereicht werden. Mehr Information unter dem obigen Link.

 

 

[Link] BZI - Berlin 1920-2020: Die Wiederentdeckung der Industriekultur

15. Januar 2019 | 18:00 Uhr

In seiner letzten Veranstaltung stellt die BZI-Vortragsreihe über die Wiederentdeckung der Industriekultur in Berlin verschiedene Projekte und Arbeitsfelder des BZI vor: „Hochschule, Forschung und Industriekultur“ (Dorothee Haffner), „Digitale Industriearchäologie am Gleisdreieck“ (Nico Kupfer), „ERIH und die Berliner Route der Industriekultur“ (Katharina Hornscheidt) und „Neue Wege der dustriekultur in Berlin(Antje Boshold & Joseph Hoppe). sbesondere vor dem Hintergrund des 100-jährigen Jubiläums der Gründung Groß-Berlins fasst diese Schlussveranstaltung die Vortragsreihe zusammen, diskutiert deren Inhalt und stellt einen Ausblick für die Industriekultur in Berlin und Europa dar.

 

 

[Link] pro-qm – Pollerforschung: Ein lichtbildgestützter Pollervortrag von Helmut Höge
31. Januar 2019 | 20:30 Uhr


Im Vortrag „Pollerforschung“ stellt Helmut Höge die bearbeitete Neuauflage seines Buches, welches sich mit dem öffentlichen Raum und dem Stadtmobiliar beschäftigt und verschiedene Texte aus den Jahren 1989 – 2008 zusammenführt. In seinen aufmerksamen Stadtbeobachtungen erscheinen die Tücken eines im Alltag leicht zu übersehenden Objekts. Mit theoretischem Weitblick ermisst Höge die Wirkmächtigkeit des Stadtmobiliars, erkundet seine psychogeographische Bedeutung und folgt den idiosynkratrischen Aneignungen des Pollers durch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. Die Neuauflage erschien im November 2018 bei adocs-Verlag.

 

 

 

[Link] Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung – Studierendenkonferenz 2019
Deadline: 1. Februar 2019 | Konferenz: 10. – 11. April 2019

Alle Studierenden, die ihren Bachelor-, Master-, Magister- oder Diplomabschluss im Jahr 2018 vollendet haben, sind herzlich eingeladen, sich mit ihrer Abschlussarbeit für die achte Studierendenkonferenz am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung zu bewerben. Besonders herausragende Arbeiten haben dabei die Chance, den mit 250€ für die beste Bachelorarbeit und 500€ für die beste Master-, Magister-, Diplomarbeit dotierten Georg-Simmel-Preis zu erhalten. Bewerbungen können bis zum 1.Februar 2019 eingereicht werden und umfassen ein Abstract (max. 500 Wörter), eine digitale Kopie der Arbeit und den Nachweis der Bewertung. Mehr Information unter dem Link.