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Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Newsletter August 2017

Precarious and Happy? Reflektionen aus einem Seminar des GSZ zu Prekarität und Jugend

 

Themen: Precarious and Happy? Reflektionen aus einem Seminar des GSZ zu Prekarität und Jugend***Bauhaus-Universität Weimar: Modernes Kulturerbe in der MENA-Region***Urban Transcripts:Overbooking the City - Workshop***Actors of Urban Change: Open Call for Applications *** Architektur Galerie Berlin SATELLIT: Steal Schinkel***ZKU:Open Call for Applications – Ständige Vertretung***

 

Precarious and Happy? Reflektionen aus einem Seminar des GSZ zu Prekarität und Jugend

 

Prekarität ist zu einem bedeutenden, globalen Phänomen geworden. Auch in Europa leben immer mehr Menschen in Unsicherheit, sind mit kurzfristigen Arbeitsverhältnissen konfrontiert und können ihr Leben kaum längerfristig planen. Es sind vor allem junge Menschen, die mit unsicheren und hoch flexiblen Arbeitsverhältnissen umgehen müssen. Fehlende Perspektiven und die alltäglichen Unsicherheiten erschweren es zunehmend, die Erwartungen an ein unabhängiges, dem Erwachsenenleben angemessenes Leben zu erfüllen.


Im vergangenen Sommersemester beschäftigte sich unser Q-Team „Forever Young? Precarity and Youth in Berlin” mit diesen neuen Arbeitsbedingungen junger Menschen. Die Studierenden beforschten, wie junge Städterinnen und Städter, die in prekären Dienstleistungssektoren wie dem Tourismus, der GIG-Ökonomie oder der Logistik arbeiten, mit der Unsicherheit und Instabilität im täglichen Leben umgehen. Insbesondere stand im Fokus, wie dies Alltagspraxen, sowie Träume und Zukunftspläne beeinflusst. In Gruppenarbeit und individueller Datenerhebung konnten unsere Studierenden darüber hinaus erste Einblicke in empirische Forschung zu sozialer Ungleichheit gewinnen.


Am Ende des Semesters wurden die Ergebnisse des Seminars im Rahmen der Konferenz “Neue Arbeit, neue Widerstände?” am Institut für Sozialwissenschaften der HU Berlin präsentiert. Gemeinsam mit Heiner Heiland (TU Darmstadt) und Walib Ibrahim (Universität Jena) nahm unser Student Christian Hörner an der Sitzung „Prekarisierung und Digitalisierung“ teil. Unter dem Titel „Precarious and Happy“ stellte der Beitrag kontroverse Fragen, beispielsweise wie die gegenwärtige Flexibilität des Arbeitsmarkts auch ein Faktor für Zufriedenheit in anderen Bereichen des sozialen Lebens sein kann. Die Studierenden argumentierten auf Grundlage ihrer Interviews, dass die meisten der befragten jungen Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen einen Migrationshintergrund haben und die flexiblen Arbeitsbedingungen als positiv bewerteten, weil sie so über genügend Freiraum verfügen, um nächste Schritte für die Zukunft vorzubereiten.  In den Forschungen der Studierenden zeigte sich Flexibilität als hinnehmbares oder sogar wünschenswertes Phänomen für die aktuellen Lebensumstände junger Erwachsener. Auf das künftige Leben gesehen, wird Flexibilität allerdings als Faktor der Unsicherheit und Ungewissheit eingeschätzt.
(Stefania Animento, Nina Margies, Eleni Triantafyllopoulou, Doktorandinnen am Institut für Sozialwissenschaften der HU Berlin (Stadt- und Regionalsoziologie))


Weiterführende Literatur:

Animento, S. (2016) “Hochzeit des Prekariats. Ein Blick in die „schillernde“ Arbeitswelt der Berliner Start-ups“, MieterEcho, 385, p. 8-9.
Bourdieu, P. (1998) „Prekarität ist überall“ In: Gegenfeuer. Wortmeldungen im Dienste des Widerstands gegen die neoliberale Invasion, Konstanz: UVK.
Castel, R. and K. Dörre (2009) “Einleitung”, In: Prekarität, Abstieg, Ausgrenzung. Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts, Frankfurt am Main: Campus Verlag.
Mills, M. and H.P. Blossfeld (2005) “Globalization, uncertainty and the early life course. A theoretical framework” In: Globalization, uncertainty and youth in society, Oxford: Routledge.

 

 

Bauhaus-Universität Weimar: Modernes Kulturerbe in der MENA-Region: Identifikation – Dokumentation – Präservation

30. und 31. August 2017 |Anmeldung bis zum 15. August möglich

Die Konferenz beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die mit Identifikation, Dokumentation und Präservation von modernem Kulturerbe verbunden sind.  Dabei soll auch auf die Rolle von neuen Technologien in diesem Prozess in den drei Hauptfeldern Architektur, Urbanistik und Bauingenieurwesen eingegangen werden. Organisiert wird die Konferenz von einer multidisziplinären Gruppe von Nachwuchswissenschaftler*Innen der Bauhaus-Universität Weimar mit Unterstützung von  Professor Dr. Hans-Rudolf Meier. . Ziel der Konferenz ist es, die.

 

Urban Transcripts: Overbooking the City – An International Urban Design Workshop

20.-26. August 2017

Der Workhsop “Overbooking the City” behandelt in einem Urban-Laboratory-Format am Fallbeispiel von Dubrovnik die negativen und positiven Auswirkungen des globalen Tourismus auf Städte. Der Workshop beinhaltet sieben Einheiten zu verschiedenen Thematiken im städtischen Kontext. Diese werden, sowohl methodisch als auch inhaltlich, durch Feldstudien, Vorlesungen und einen Team-Werkstatt bearbeitet. Es sind noch freie Plätze vorhanden.

 

Actors of Urban Change: Open Call for Applications

Bewerbungsfrist: 22. September 2017

„Actors of Urban Change” ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Verein MitOst e.V. Das Programm hat das Ziel mit den Potentialen von Kultur und kulturellen Aktivitäten verschiedener Akteure zu einer nachhaltigen und partizipativen Stadtentwicklung beizutragen.  Lokale Initiativen und Projekte aus ganz Europa können sich im Rahmen des Programms um eine finanzielle Förderung sowie Austausch- und Beratungsmöglichkeiten bewerben.

 

Architektur Galerie Berlin SATELLIT: Steal Schinkel

11. August bis 2. September 2017

Die Bauakademie von Schinkel ist eines der Meisterwerke des Architekten und ein wichtiger Bestandteil der klassischen Architektur in Berlin. Mit der Planung eines neuen Akademiegebäudes als Architekturschule und Ausstellungszentrum soll Tradition weitergeführt und gleichzeitig die Chance für Erneuerung und Innovation berücksichtigt werden. Anlässlich des neuen Designs der Bauakademie in Berlin Mitte zeigt die Architektur Galerie Berlin SATELLIT eine Ausstellung zur Architektur Schinkels

 

ZKU: Call for Applications – Ständige Vertretung am Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin

Ständig laufende Bewerbungen

Mit der Ständigen Vertretung soll ein physischer Ort zur Unterstützung der Berliner Kulturschaffenden im Moabiter Kiez entstehen. Dieser neu kreierte Raum auf dem Gelände des ZK/Us bietet  Projektgruppen sowie Einzelkünstlern*innen einen freuen Gestaltungsraum an. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird mit aufeinanderfolgenden, zweimonatigen Residenzen eine Verbindung von globaler und lokaler Kulturproduktion gefördert. Die Ständige Vertretung wird einmalig mit 1950,- Euro honoriert.