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Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Newsletter Januar 2018

Prekarisierte Jugend in einer urbanen Welt. Forschung zwischen Praktiken des Alltags und Politiken der Zukunft - Die neue Forschungsgruppe “Global Urban Youth” am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung


Themen:***Prekarisierte Jugend in einer urbanen Welt. Forschung zwischen Praktiken des Alltags und Politiken der Zukunft - Die neue Forschungsgruppe “Global Urban Youth” am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung***Architekturmuseum der TU Berlin - Zwei Deutsche Architekturen 1949–1989*** “Glocalism” – Call for Papers: Towards Global Citizenship *** Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung | Stadt- und Regionalsoziologie der HU Berlin – Think & Drink*** Industriesalon e.V – AEG-Stadt-Tour *** Georg-Simmel-Zentrum – Studierenden Konferenz*** difu - Die begehbare Stadt: Mehr Platz und Aufmerksamkeit für das Zufußgehen ***BZI – Die Wiederentdeckung der Industriekultur in Berlin***

Prekarisierte Jugend in einer urbanen Welt. Forschung zwischen Praktiken des Alltags und Politiken der Zukunft - Die neue Forschungsgruppe “Global Urban Youth” am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung 

“Youth make up the core of the precariat and will have to take the lead in forging a viable future for it. Youth has always been the repository of anger about the present and the harbinger of a better tomorrow.” (Standing 2011: 113)

Prekarität ist zu einem bedeutenden, globalen Phänomen geworden. Auch in Europa leben immer mehr Menschen in Unsicherheit, sind mit kurzfristigen Arbeitsverhältnissen konfrontiert und können ihr Leben kaum längerfristig planen. Es sind vor allem junge Menschen, die mit unsicheren und hoch flexiblen Arbeitsverhältnissen umgehen müssen. Fehlende Perspektiven und die alltäglichen Unsicherheiten erschweren es zunehmend, die Erwartungen an ein unabhängiges, dem Erwachsenenleben angemessenes Leben zu erfüllen (vgl. Comaroff & Comaroff 2005; Blossfeld et al. 2011).
Prekarisierung durchdringt dabei alle Lebensbereiche junger StadtbewohnerInnen, wie beispielsweise Wohnen und soziale Beziehungen. Gleichzeitig bieten die flüchtigen und dynamischen Netzwerke, in denen junge Erwachsene sich in Städten bewegen, auch neue Chancen für die Organisation ihres Lebensunterhaltes (Hall & Savage 2016).

Unsere Forschungsgruppe untersucht diese neuen Arbeits- und Lebensbedingungen junger StadtbewohnerInnen. Dabei wollen wir der Frage nachgehen, wie die junge Generation in verschiedenen urbanen Kontexten mit Prekarität in ihrem Alltag umgeht. Genauer gesagt beschäftigen wir uns mit (neu entstehenden) Formen von Ungleichheit, die mit unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zu Ressourcen, Wissen, Gütern und Bildung verbunden sind. Dabei möchten wir verschiedene städtische Kontexte - wie Athen, Berlin, Abidjan und Madrid - zusammendenken, um Prekarisierungsprozesse in einer globalen urbanen Welt und deren Folgen für die junge Generation zu problematisieren. Diese Momentaufnahmen der heutigen urbanen Jugend soll als Ausgangspunkt dienen, um eine Diskussion über Arbeits- und Lebensbedingungen der kommenden Generationen anzustossen und Alternativen zu derzeitigen dystopischen Zukunftsszenarien zu formulieren.

Eleni Triantafyllopoulou, Hannah Schilling, Stefania Animento und Nina Margies sind Doktorandinnen im Lehrbereich „Stadt- und Regionalsoziologie“ an der HU Berlin und die Gründerinnen der neuen Forschungsgruppe.               

Weiterführende Literatur:
Blossfeld et al. (eds) (2011). Youth on globalised labour markets : rising uncertainty and its effects on
early employment and family lives in Europe. Opladen: Budrich.
Comaroff, J. & Comaroff, J. (2005). Reflections on Youth. From the Past to the Postcolony. In Children
and Youth in Africa. DeBoeck, F. and A. Honwana (eds.), 19–30.
Hall, S. & Savage, M. (2016). Animating the Urban Vortex: New Sociological Urgencies. International
Journal of Urban and Regional Research, 40 (1), 82-95.
Standing, G. (2011). The precariat: The new dangerous class. London: Bloomsbury.

 

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[Link] Architekturmuseum der TU Berlin - Zwei Deutsche Architekturen 1949–1989
Bis zum 6. Januar 2018

Die Ausstellung nähert sich ihrem Gegenstand eher mit Fragen als mit Antworten. Sie geht den Divergenzen und Konvergenzen der scheinbar unabhängigen Entwicklungen der Architektur in der DDR und BRD nach und verweist auf ihren politischen und ökonomischen Kontext.

 

 

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[Link] “Glocalism” – Call for Papers: Towards Global Citizenship
Deadline: 31. Januar 2018

Der Prozess der Globalisierung und die Reterritorialisierung der Politik, Gesetzgebung und Governance konfigurieren das „Staats-Zentrierte“-Modell der 19. und 20. Jahrhundert. Dies hat direkte Konsequenzen für die Aufgabenfelder und Themen, die mit jener Staat-Nation-Form der Organisation verbunden sind, beispielsweise Staatsbürgerschaft (Citizenship). Das Peer-Reviewed und interdisziplinäre Journal „Glocalism“ nimmt gegenwärtig Manuskripte für die Veröffentlichung ihrer neuen Ausgabe an. Sie heißen Papers aller Forschungsfelder willkommen, die sowohl praktische Effekte als auch theoretische Überlegungen berücksichtigen.

 

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[Link] Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung | Stadt- und Regionalsoziologie der HU Berlin – Think & Drink
8. & 12. Januar 2018 | 18:00 Uhr

Ein Vortrag über die urbanen Realitäten im Alltag der Städte des globalen Südens mit Stephan Lanz  und ein anthropologisches Gespräch über die Heterogenität urbaner Räume mit Jörg Niewöhner und Arjun Appadurai: Das Think & Drink veranstaltet im Januar zwei interessante Kolloquien mit Gastbeiträgen von großen Vertretern der Stadtforschung. Mehr Infos zu den jeweiligen Veranstaltungen unter dem obigen Link.

 

 

newsletter-Nov-2017.text.image3[link]Industriesalon e.V – AEG-Stadt-Tour
jeden Freitag bis Juni 2018| 14:00 Uhr

Der Industriesalon bietet eine Tour in die AEG-Stadt an. Nach einem Überblick der Geschichte der Stadt geht die Tour entlang der Industriefassaden der Wilhelminenhofstraße in die historische AEG-Kantine und über den Hochschul-Campus im ehemaligen Kabelwerk. Zum Abschluss wird der Peter-Behrens-Turm besucht. Die Tour dauert ca. 2 Stunden und kostet 10€, bzw. 8€ ermäßigt. Treffpunk ist Industriesalon e.V. in der Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin/Schöneweide.

 

 

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[Link] Georg-Simmel-Zentrum – Studierenden Konferenz
Deadline: 15. Januar 2018 | Konferenz: 2. März 2018

Studierende aus allen Fachbereichen, die ihren Bachelor- oder Masterabschluss im Bereich Stadtforschung im Jahr 2017 vollendet haben, sind herzlich eingeladen, sich mit ihrer Abschlussarbeit für die siebte Studierendenkonferenz am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung zu bewerben. Besonders herausragende Arbeiten haben dabei die Chance, den mit 250€ für die beste Bachelorarbeit und 400€ für die beste Masterarbeit dotierten Georg-Simmel-Preis zu erhalten. Voraussetzung für eine Bewerbung für den Preis ist eine mindestens mit 2.0 bewertete Abschlussarbeit im Bereich Stadtforschung im Jahr 2017. Die Bewerbungen sind zu richten an: student.conference.gsz@hu-berlin.de

 

 

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[link] difu - Die begehbare Stadt: Mehr Platz und Aufmerksamkeit für das Zufußgehen
24. Januar 2018 | 17:00 Uhr

Zufußgehen ist die natürlichste, gesündeste und umweltfreundlichste Art der Fortbewegung. Aktuell wird in deutschen Städten ungefähr jeder dritte Weg zu Fuß zurückgelegt. Dennoch fristet der Fußverkehr in der Stadt- und Verkehrsplanung sowie in der Forschung meist noch ein Nischendasein.
Was kann getan werden, um ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken? Was also leistet die Fußverkehrsstrategie, was kann aus Erfahrungen in der Maaßenstraße gelernt werden? Was ist aktuell an der Schönhauser Allee geplant? Ist Berlin sicher und barrierefrei begehbar? Diese und andere Fragen werden im Dialog diskutiert.

 

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[Link] BZI – Die Wiederentdeckung der Industriekultur in Berlin
16. Januar 2018 | 18:00 Uhr

Die zweite industrielle Revolution wurde bestimmt durch neue Leitsektoren und neue Organisationsformen. Die forschungsintensive Elektrotechnik entwickelte sich im globalen Austausch und zielt auf einen globalen Markt. Im neuen Netzwerk bildeten sich Großunternehmen und Großstädte als Zentren und Knotenpunkte aus, die im Wettbewerb und Austausch standen. Welche Bedeutung hat in diesem industriellen und wirtschaftlichen Gewebe das als ‚Elektropolis’ bekannt gewordene Berlin? Welche Beziehungen bestehen zu anderen Großstädten? Wie steht es um das gemeinsame Erbe dieser Zeit? Diesen Fragen und mehr geht der Vortrag von Thorsten Dame nach.