Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Humboldt-Universität zu Berlin | Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung | Access & Control: Urban Public Space and Heritage in an Age of Securitization

Access & Control: Urban Public Space and Heritage in an Age of Securitization

Workshop

 

In diesem Workshop soll versucht werden tiefgehend mit Fällen zu befassen in denen Zugang, Erbe and Sicherheit zusammenlaufen um urbane öffentliche Räume zu erneurn, und im weiteren Sinne auch die Stadt an sich. Hierzu werden die Beziehungen zwischen Zugriff und Steuerung betrachtet, eine Beziehung die immer wichtiger wird in einer Zeit, die durch einen erhöhten Grad an Bedenken wegen Terrorimus, Klimakatastrophe, urbanen Protesten, Ungleichheit und erhöhter Überwachung geprägt ist. Im Workshop soll die angespannte Beziehung zwischen urbanem öffentlichen Raum, Erbe und neuen "Sicherheits"-Praktiken erforscht werden.

Im letzten Jahrzehnt ist der urbane öffentliche Raum erneut in den Fokus der zeitgenössischen Politik gerückt, von Kiev bis Kairo, von Hongkong bis Istanbul. Dies beinhaltet die Versicherheitlichung von urbanem öffentlichen Raum, von smarten CCTV-Systemen bis zu begrenzten Zugangsmöglichkeiten von Straßen, Plätzen und Gebäuden. Schwierige Fragen ergeben sich daraus, insbesondere für das städtebauliche Erbe, dessen historische und symbolische Bedeutung sie gefährden, Opfer von Terrorismus oder anderen Formen von Entstellung zu werden, während sie gleichzeitig eine immer größer werdende Rolle für das Image von Städten spielen in der Konkurrenz um Tourismus und Talent in der zukünftigen Wirtschaft.

Der Workshop in Berlin, initiert vom internationalen Forschungsnetzwerk TACT, zielt darauf ab (1) die Beziehung zwischen Erbe, urbanem öffentlichem Raum und Versicherheitlichung mit der Hilfe des Konzepts "Zugangs" einen theoretischen Rahmen zu geben und (2) Fallstudien für ein Draft-Proposal für ein internationales Forschungsprojekt zu diesem Thema zu entwickeln. Dafür sollten die Teilnehmer*Innen Interesse an der Beantwortung folgender Schlüsselfragen über die Beziehung von Kontrolle und Zugang zu öffentlichen Räumen haben und damit auch zu Erbstätten in Bezug auf Sicherheit:

  • Wie beeinflussen Praktiken der Versicherheitlichung öffentlichen Gebrauch und Zugang zu bestehenden öffentlichen Räumen und Erbstätten?
  • Wie beeinflussen spezifische Sicherheitsformen (z.B. Kontrollstellen, Barrieren, Sicherheitsprotokolle) die Wahrnehmung und die Symbolik von öffentlichen Raum und Erbstätten?
  • Wie beeinflusst die Versicherheitlichung das gesellschaftliche Engagement, das für Kulturebe und urbane Entwicklung relevant ist?

 

Überdies ist das oberste Ziel des Workshop das Konzept "Zugang" im Kontext von Recht auf Stadt zu theoretisieren, sowohl im Sinne von physischem Zugang als eine Frage von Sicherheit und symbolischem Zugang als eine Frage von Politik und Identität, basierend auf den Leitfragen und in Verbindung mit den Fallstudien.

 

Das komplette Programm des Workshop (PDF) finden sie hier.

 

Veranstaltungsort

Georg Simmel Zentrum für Metropolenforschung | Humboldt-Universität zu Berlin
Mohrenstraße 41 | 4. Stock | Raum 415

Kontakt

Dóra Sági <ddorkaa@yahoo.com>