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Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung

Forschung

Das Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung entstand aus dem Gedanken heraus, mit einem multidisziplinären Ansatz die Komplexität von Städten zu erfassen. Die Forschungsaktivitäten innerhalb des Georg-Simmel-Zentrums finden dementsprechend in ganz unterschiedlichen Disziplinen statt.

 

Aktuelle Projekte

 

 

Vergangene Projekte
 

 

Aktuelle Projekte

 

Planning for migrant integration and inclusion in smaller municipalities

 

Die Forschungsergebnisse des Projektes zur Inklusion von Migrant*innen in kleineren Gemeinden wurden im Austausch zwischen der Oxford University (Jacqueline Broadhead) und der Berlin University Alliance (Prof. Dr. Felicitas Hillmann) erarbeitet und veröffentlicht. 

Zwar wächst das Interesse an der Rolle der lokalen Ebene bei Integration und Eingliederung, doch konzentriert sich dies häufig auf größere Städte, wobei diejenigen, die als "super-divers" gelten, eher dazu neigen sich in europaweiten Netzwerken engagieren, um bewährte Verfahren auszutauschen und die Politik zu beeinflussen.
Diese wachsende Kluft zwischen "kosmopolitischen" Städten und kleineren Städten und Gemeinden ist der Schwerpunkt dieses Projekt, das Forscher, politische Entscheidungsträger und Praktiker aus dem Vereinigten Königreich und Deutschland zusammenbringt.
Das Projekt zielt darauf ab, die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Fallen der städtischen Governance von Migration, Integration und Zusammenhalt zu identifizieren und Wege zu finden, wie kleinere Städte ihre eigenen Strategien eigene Strategien in diesem Bereich zu entwickeln. Es stützt sich auf vergleichendes Fachwissen aus Forschung, Politik und
Praxis in Großbritannien und Deutschland.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Felicitas Hillmann, TU Berlin/HU Berlin

Das beigefügte Policy Briefing befasst sich mit:

 

  • Verständnis der Forschungsbasis zur Integration in kleineren Städten und Gemeinden
  • Gegenüberstellung der politischen Rahmenbedingungen in Großbritannien und  Deutschland
  • Beispiele aus der Praxis
  • Wichtige Erkenntnisse und Lehren

Ebenfalls zum Thema: Becoming glocal bureaucrats: mayors, institutions and civil society in smaller cities in Brandenburg during the ‘migration crisis’

 

Urban Paradoxes in Times of Crisis

 

Staatliche Interventionen bewegen sich zwischen Kontrolle & Fürsorge, auch in der gegenwärtigen Pandemie: Für den Schutz der Bevölkerung werden (neue) Kontrollmaßnahmen implementiert. Partner in São Paulo, Santiago, Abidjan, Barcelona & Berlin entwickeln mit ihrer Expertise zu Kontexten unterschiedlicher autoritärer - & demokratischer Regimes eine Forschungsagenda, die dieses Spannungsfeld untersucht. Im Fokus stehen die Konsequenzen für städtische Teilhabe & Ungleichheit der Gesundheitschancen

 

Corona Crisis and Beyond - Perspectives for Science, Scholarship and Society: Urban Citizenship-Making at Times of Crisis

 

Wir freuen uns, dass wir 2021 mit einem weiteren Projekt zu den sozialen und politischen Folgen der Corona-Krise im städtischen Kontext starten können. Im Fokus wird die Rolle von Machbarschaftsorganisationen für den Zugang zu Informationen und Ressourcen unter Pandemiebedingungen insbesondere für MigrantInnen stehen. Das Projekt ist vergleichend angelegt und arbeitet mit Fallstudien in Berlin, Kopenhagen und Tel Aviv. So sollen unterschiedliche Rahmenbedingungen für lokales Handeln berücksichtigt werden.

Es wird geleitet von Dr. Henrik Lebuhn (Berlin), Dr. Nir Cohen (Tel Aviv) und Dr. Tatiana Fogelman (Kopenhagen). Das Projekt wird finanziert von der Volkswagenstiftung und läuft im Programmschwerpunkt "Corona Crisis and Beyond - Perspectives for Science, Scholarship and Society"

 

SFB-Teilprojekt: Die Welt in meiner Straße: Ressourcen und Netzwerke von Stadtbewohner/-innen

 

Das Teilprojekt C04, „Die Welt in meiner Straße – Ressourcen und Netzwerke von Stadtbewohner/-innen“ untersucht ebenjene Fragestellungen mit Hilfe einer großen Bevölkerungsumfrage sowie qualitativen Interviews und teilnehmenden Beobachtungen in vier Berliner Nachbarschaften. Diese unterscheiden sich in ihren sozialstrukturellen Zusammensetzungen, der Bebauungsstruktur und in der Ausstattung mit lokalen Angeboten und Einrichtungen.

Die Projektmitglieder Talja Blokland, Henrik Schultze, Robert Vief und Daniela Krüger gehen davon aus, dass Stadtbewohner/-innen in sozialen Netzwerken jeweils spezifische Praktiken entwickeln, um für sich und ihre Familien zu sorgen. Die klassische soziologische Netzwerkforschung überschätzt jedoch die Dichte und Distanz von Beziehungen in der Ressourcengenerierung. Dabei werden Verbindungen übersehen, die für Befragte in ihrem Alltag relevant, aber dennoch flüchtig sind. Wir setzen uns deshalb mit dem Spannungsverhältnis zwischen den neuen translokalen räumlichen Bezügen in sozialen Netzwerkbeziehungen und der physischen Gebundenheit an einen Ort auseinander.

 

Berlin Center for Global Engagement, Inaugural Call Berlin University Alliance: Modern Heritage to Future Legacy: Conservation and Conversion of Modern Industrial Heritage Sites as an Integral Part of Urban Development in the Middle East: The Case of Iran and Egypt 

 

Relikte moderner Architektur und Stadtplanung spielen eine zentrale Rolle beim Formen neuer städtischer Identitäten, die historische Strukturen integrieren und eine umfassendere Perspektive für Lebensqualität suchen. 2001 haben das UNESCO Welterbe Zentrum, ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) und DOCOMOMO (Working Party for the Dokumentation and Conservation of Buildings, Sites and Neighborhoods of the Modern Movement) ein gemeinsames Programm zur Dokumentation und Verbreitung des gebauten Kulturerbes ("heritage") des 19. und 20. Jahrhunderts gestartet, um deren kulturellen Wert anzuerkennen. Die große Mehrheit der Städte im Nahen Osten erlebt Wachstumsphasen in dieser Zeit, teilweise unter fremder Herrschaft. Funktionale und industrielle Strukturen sind besondere Zeugen dieser produktiven und politisch komplexen Verschränkung der Ströme von Ressourcen und Ideen zwischen dem heute sogenannten Globalen Norden und Globalen Süden. 

Jedoch bleiben sie ein vernachlässigter Teil des "urban heritage". Veränderungen in globalen und nationalen Strukturen haben viele Orte redundant gemacht, während deren pragmatischer und nicht repräsentativer Status sie bisher daran hinderte in Mainstream-Debatten einzutreten. 

 

Projektpartner sind: Tarbiat Modares University, Iran

Dr. habil. PD Heike Oevermann (GSZ, Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. Hassan Elmouelhi (TU Berlin Campus El Gouna)

Martin Meyer, M.Sc. (TU Berlin Campus El Gouna)

 

Cost Action Netzwerkprojekt: CA18204: Dynamics of placemaking and digitalization in Europe's cities


Im Rahmen dieser Aktion soll untersucht werden, wie ortsbildende Aktivitäten wie öffentliche Kunst, zivile Stadtgestaltung und lokale Wissensproduktion den öffentlichen Raum umgestalten und neu erfinden und die Beteiligung der Bürger an Stadtplanung und die Beteiligung der Bürger*innen an Stadtplanung und Stadtgestaltung verbessern. Placemaking impliziert die Multiplikation und Fragmentierung von Akteuren, die den öffentlichen Raum gestalten. Ziel der Aktion ist es die Bürger*innen in die Lage zu versetzen, mit dem Wissen der Büerger*innen, der Digitalisierung und dem Placemaking zu verschiedenen Arten der Interpretation lokaler Identitäten in europäischen Stadten beizutragen. Der Mehrwert der Digitalisierung - hier im Wesentlichen verstanden als der fortlaufende Prozess der Umwandlung jeglicher Art von Daten von einem analogen in ein digitales Format (Jannidis/Kohle/Rehbein 2018:179) - wird analysiert, wie sie sich auf städtische Placemaking Prozesse lokaler Gemeinschaften auswirkt. Durch die Untersuchung der städtischen Platzierung und der digitalen Praktiken verschiedener lokaler Gemeinschaften in den Städten Europas wird diese Aktion die Prozesse des städtischen Placemaking verstehen und analysieren:
 

  • Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die gemeinsame Placemaking-Praxis der städtischen Gemeinden,
  • Die sich wandelnden Prozesse der lokalen Wissensproduktion der Bürgerinnen und Bürger beim Placemaking,
  • Der Einfluss der Digitalisierung auf die Gouvernementalität der lokalen Nachbarschaften und die Mitgestaltung des öffentlichen Raums durch verschiedene gesellschaftliche Akteure.
     

Auf der Grundlage neuerer theoretischer Erkenntnisse, die auf die Bedeutung der Ortsbestimmung, der Erweiterung des Wissens der Bürger*innen und der breiteren Anwendung von Digitalisierung und digitaler Kommunikation hinweisen, versucht die Aktion, neue Methoden zur Untersuchung und zum Vergleich der Auswirkungen der Verbreitung von lokalem Stadtwissen über kulturelle und gesellschaftliche Grenzen hinweg zu entwickeln. Auf diese Weise entwickelt sie die europäische Stadtforschung sowohl theoretisch als auch methodisch weiter, indem sie Wege findet, die Ergebnisse in die umfassenderen Stadtplanungs- und Verwaltungsprozesse einfließen zu lassen. 
 

Cost Action 2020Dr. Nicole Shea (Aktions-Chair) arbeitet zusammen mit Dr. Heike Oevermann und Dr. Julie Ren.
Dieses Foto wurde bei der Auftaktveranstaltung am 22. November 2019 aufgenommen. 

 

 

 

 

 

Open Heritage: Organizing, Promoting and Enabling Heritage Re-use through Inclusion, Technology, Access, Governance and Empowerment


Der Umgang mit dem Kulturerbe ist heute ein bedeutender Aspekt der Stadtentwicklung. Mit langjähriger Expertise in diesem Forschungsgegenstand beteiligt sich das Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung an dem internationalen Forschungsprojekt „Open Heritage: Organizing, Promoting and Enabling Heritage Re-use through Inclusion, Technology, Access, Governance and Empowerment“ von Juni 2018 bis Mai 2022. Das Vorhaben fördert die Umnutzung von vernachlässigten und nicht-touristischen Stätten des kulturellen Erbes mit Hilfe eines übertragbaren Management-Modells und der Förderung von zivilgesellschaftlichen Engagement. Die EU unterstützt das europäische Konsortium bestehend aus 16 Partnerinstitutionen über die Förderlinie Horizon2020 mit insgesamt rund 5 Million Euro.


Vier Ziele leiten das internationale Vorhaben. (i) Das Projekt versucht die Anliegen der sozialen Inklusion, der Gemeinschaftsbildung und des Schutzes von Kulturerbe zu verbinden. (ii) Mit Hilfe einer offenen Definition von Kulturerbe („heritage“) wird versucht sowohl denkmalgeschütztes, wie nicht-denkmalgeschütztes Kulturerbe einzubeziehen. (iii) „Open Heritage“ fördert die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und anderen Bereichen. (iv) Instrumente sollen geschaffen werden, die das nachhaltige Betreiben von Kulturerbe-Stätten im Projekt und darüber hinaus begünstigen sollen.


Das GSZ wird in dem Konsortium mit zwei Forscher*innen vertreten sein, die Expertise im Bereich städtisches Kulturerbe haben: Vize-Direktorin des GSZ, Dr. Heike Oevermann, sowie das Mitglied der GSZ-Nachwuchsforschungsgruppe “Urban Research Group on Urban Commons“ Dr. Markus Kip. Sie werden sich der methodischen Herausforderung annehmen, wie die Erkenntnisse von Fallstudien in die Praxis transferiert werden können. Ein Management-Modell wird in Form einer partizipativen Aktionsforschung erarbeitet. Sechs laufende Vorhaben zum Schutz von Kulturerbe (“Labs”) werden von Konsortium-Partnern betreut und dienen als Experimentierfeld für neuartige Management-Instrumente, die iterativ weiterentwickelt werden.

Konversionen historischer Textilindustriekomplexe in europäischen Städten: Eine Typologie städtebaulicher Strukturen von Textilindustriekomplexen und best-practice zur Erhaltung und Weiterentwicklung derselben bei Konversionen.


Eine neue und wichtige Planungsaufgabe in vielen europäischen Städten ist die Konversion historischer Industriekomplexe. Die architektonisch-städtebauliche Praxis zeigt, dass städtebaulichen Strukturen dieser Komplexe in der Konversion erhalten und weiterentwickelt werden können. Für die Forschung stellt sich die Frage, was in der Praxis hinsichtlich der Erhaltung und Weiterentwicklung funktioniert. Gute Konversionen (best-practice) können dabei auf Grundlage von Kriterien aus der Denkmalschutz- und Architekturdiskussion diskutiert und identifiziert werden. Am Beispiel der Textilindustrie, einer Leitindustrie der Industrialisierung, sollen zwei Ziele mit dem beantragten Forschungsprojekt erreicht werden:

  1. Das beantragte Projekt zeigt, welche städtebaulichen Strukturen historische Textilindustriekomplexe aufweisen. Dazu wird eine Typologie erarbeitetet, die einen stadtbaugeschichtlichen Beitrag leistet.
  2. Das beantragte Projekt identifiziert best-practice bei Konversionen und beantwortet die Fragen: Wie werden die städtebaulichen Strukturen dieser Komplexe bei heutigen Konversionen erhalten und weiterentwickelt? Hierfür wird architektonisch-städtebauliche Praxis systematisch untersucht und bewertet und somit ein Beitrag für den Architekturdiskurs im Hinblick auf best-practice geleistet.


In dem Forschungsprojekt werden 25 repräsentative Fallbeispiele aus europäischen Städten untersucht, dabei liegt der Schwerpunkt auf Konversionsbeispielen von Spinnereien und Webereien aus acht Textilstädten in Europa. Einige ergänzende Fallbeispiele dienen als Kontrollgruppe.  Alle Fallbeispiele werden per Datenblatt/ Katalog systematisch erfasst und vergleichend analysiert. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden im Hinblick auf ihre Relevanz für den Denkmalschutz und die zukünftige Stadtentwicklung diskutiert. Das Forschungsprojekt baut auf das DFG Projekt auf: Historische Industriearchitektur und divergierende Ziele von Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft und Architekturproduktion (MI 788/4-1,2) und ist zentraler Teil der Habilitation der Antragstellerin. Projektergebnisse sollen als Habilitationsschrift veröffentlicht werden.

 

Vergangene Projekte

DFG-Forschungsprojekt: Stadtentwicklung und UNESCO-Weltkulturerbe: Transformation von Industriearealen (2017 bis 2018)


Historische Industriearchitektur und divergierende Ziele von Denkmalschutz, Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft und Architekturproduktion - Heritage-Management und Good-Practice bei der UNESCO-Weltkulturerbestätte Industriekomplex Zeche Zollverein, DFG-Projekt 318142940


Im Forschungsprojekt Stadtentwicklung und UNESCO-Weltkulturerbe sollen Erkenntnisse über Kulturerbeschutz und Stadtentwicklungsplanung aus einem vorangegangenen Forschungsprojekt in der Praxis der UNESCO-Weltkulturerbestätte Industriekomplex Zeche Zollverein genutzt werden.


Wesentliches Ergebnis des vorausgehenden Forschungsprojektes war unter anderem, dass Denkmalschutz und Stadtentwicklung als unabhängige Diskurse verstanden werden können und dass vermittelnde Werte (z. B. Zugänglichkeit, Erhaltung, Entwicklung etc.) in der Praxis helfen, um Konflikte zwischen diesen Diskursen zu lösen. Es wurde die Frage beantwortet, wie der Denkmalschutz mit den divergierenden Zielen von Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft und Architekturproduktion verbunden wird. Das Erkenntnistransfer-Projekt mit Industriekomplex Zeche Zollverein hilft, ein entsprechendes vorbildliches Heritage-Management zu definieren und zu dokumentieren. Seit der IBA Emscher Park (1989 bis 1999) hat Zollverein international eine Pionierrolle als vorbildliches Industrieerbe inne. Anwendungspartner ist die Stiftung Zollverein, die als maßgeblicher Akteure für die Erbestätte verantwortlich ist. In der Praxis wird die Aufgabe der Vermittlung von Erhaltungsanliegen des Weltkulturerbeschutzes und Anliegen der Stadtentwicklungsplanung im Heritage-Management geleistet und mittels Good-Practice bewertet. Für das Industrieerbe ist diese Praxis nicht systematisch definiert.


Das Arbeitsprogramm beinhaltet:

(i) Aufsetzen eines Prozesses: Gemeinsam mit der Stiftung Zollverein werden Werkzeuge für die Praxis des Heritage-Management erarbeitet und Kriterien zur Definition von Good Practice formuliert;
(ii) Erstellen eines Produktes: Gemeinsames Produkt ist eine internetbasierte Good-Practice-Sammlung, die als Modellprojekt gute planerische Praxis im Heritage-Management des Industriekomplexes Zeche Zollverein aufzeigt und vermittelt. Erfahrungen aus der nationalen und internationalen Diskussion werden einbezogen;
(iii) als Rückwirkung auf die Wissenschaft: mit diesem Projekt wird Forschung zu (nachhaltigen) städtischen Transformationsprozessen vertieft. Prozess und Produkt bereiten jeweils eine mögliche Erweiterung auf andere Industrieerbestätten vor. Die Ergebnisse des Projektes sollen in die Nachwuchsförderung am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung der Humboldt-Universität einfließen.


Als spezifische Ziele bzw. Aufgaben des Erkenntnistransfer-Projektes sind festzuhalten:

1. Praxisbezogene Aufgaben: Werkzeuge für die Praxis des Heritage Management (Toolkit) sowie eine strukturierte Good-Practice-Sammlung entwickeln, zudem die dauerhafte Nutzungsfähigkeit der internetbasierten Good-Practice-Sammlung sicherstellen.
2. Anwendungsbezogene Forschungsfrage: Wie kann - im Kontext eines städtischen Transformationsprozesses - Heritage-Management mit (nachhaltiger) Stadtentwicklungsplanung in Konsens gebracht werden?


Dr. Heike Oevermann (GSZ) ist die Bearbeiterin dieses Forschungsprojekts und Prof. Dr. Harald A. Mieg (Geographisches Institut HU Berlin, GSZ) übernimmt die Projektleitung.

 

Forschungsprojekt: Claiming the public space: Urban interventions and the shift from vertical to horizontal urban planning (2016 bis 2018)


Hauptziel des Forschungsprojekts ist die Beanspruchung des öffentlichen Raums: Städtische Interventionen und die Verschiebung von vertikaler zu horizontaler Stadtplanung ist die Analyse von Konflikten um und in der städtischen öffentlichen Räumen auf der Grundlage einer empirischen Untersuchung städtischer Interventionen, die von organisierten Gruppen von Aktivist*innen und Fachleuten (Künstler*innen, Historiker*innen, Soziologi*innen usw.) in St. Petersburg und Berlin entwickelt und durchgeführt wurden. Im Rahmen dieses Projekts werden urbane Interventionen als Instrumente eines neuen Ansatzes der Stadtentwicklung verstanden. Städtische Interventionen bedeuten eine Herausforderung sowohl für die Praxis als auch für die Akteure der vertikalen Stadtplanung, und sie bringen einen Ansatz für die horizontale Stadtplanung mit sich. 


Städtische Interventionen implizieren die Multiplikation und Fragementierung von Akteuren, die Zugang zum städtischen öffentlichen Raum beanspruchen. Neue Formen des städtischen Handelns, die von mehreren Akteuren durchgeführt werden, können nicht nur zu einer Lösung der klassischen Konflike führen, die in den hierarchischen Formen der Stadtplanung und -gestaltung wurzeln, sondern sie können auch eine horizontale Stadtentwicklung bewirken, die durch sich zunehmend verflüssigende Strukturen gekennzeichnet ist. Ein weiteres Ziel dieses Projekts ist es daher, das Potential, die Macht und die Wirkung von städtischen Interventionen im Prozess der Stadtentwicklung zu untersuchen und darüber hinaus ihre Auswirkungen auf die klassischen hierarchischen Formen der Stadtplanung und des Städtebaus in verschiedenen europäischen und außereuropäischen Städten zu untersuchen.

 

Das Projekt ist eine Kooperation des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung, mit TACT (International Research on Art and the City) und CISR (Centre for independent Social research).


Dr. Eszter Gantner (Institut für Europäische Ethnologie HU Berlin, GSZ), Dr. Oleg Pachenkov (Open Urban Labaratory, CISR, Sankt-Petersburg) und Dr. Heike Oevermann (GSZ) arbeiten von 2016 bis 2018 an diesem Forschungsprojekt.


Unterstützt wird das Projekt von der Alexander von Humboldt-Stiftung im Rahmen des Programms Förderung von Institutspartnerschaften.

 

Forschungsprojekt: SEiSMiC (2013 bis 2016)


Im Rahmen des EU-Projektes SEiSMiC (Social Engagement in Science, Mutual learning in Cities) wird am Institut für Europäischer Ethnologie ein Netzwerk mit dem Schwerpunkt soziale Innovation in urbanen Räumen entwickelt. Ziel ist eine von den beteiligten Akteurinnen und Akteuren gestaltete Bestandsaufnahme und ein Vergleich der Formen, Treiber und Barrieren sozialer Innovation in elf europäischen Ländern. Im Fokus von SEiSMiC stehen Mobilisierung und gemeinsames Lernen, die Beteiligung der Zivilgesellschaft sowie das Identifizieren sozialer Bedürfnisse in der Stadtentwicklung überall in Europa.

 

DFG-Projekt: Transformationen historischer Industrieareale der Stadt (2011 bis 2014)


Die Ziele von bewahrendem Denkmalschutz und aktueller Architekturproduktion sind in der Nutzung historischer Bauten grundsätzlich divergierend. Zunehmend stellt der Umgang mit historischen Industriebauten auch in der Stadtentwicklung, deren Ziele sich naturgemäß von denen des Denkmalschutzes unterscheiden, eine bedeutende Herausforderung dar. Insbesondere die Einbindung von Kreativwirtschaft in die Stadtentwicklung – in Fällen wie Zeche Zollverein - verschärft die Diskussion über einen denkmalgerechten Umgang mit den historischen Bauten.


Das Projekt soll die Frage beantworten, wie der Denkmalschutz mit den divergierenden Zielen von Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft und Architekturproduktion verbunden werden kann. Annahme für die Forschung ist, dass die Konflikte um Ziele bzw. die Konflikte infolge differenzierender Konzepte sich in den unterschiedlichen Wertsetzungen der Perspektiven begründen. Es wird systematisch herausgearbeitet, wo Gemeinsamkeiten zwischen den Perspektiven, insbesondere vermittelnde Wertsetzungen, bestehen. Diese werden im Hinblick auf die Ziele und Konzepte des Denkmalschutzes geprüft.


Perspektiven sind sozialwissenschaftlich betrachtet Diskurse, da sie Konzepte, Ziele und Wertsetzungen, sowie Grundannahmen verbinden. Aus diesem Grund werden die Perspektiven mit Hilfe der sogenannten synchronen Diskursanalyse untersucht. Durch die Anwendung dieses Forschungsinstrumentes auf die Belange des Denkmalschutzes leistet das beantragte Projekt zudem eine Erweiterung des methodischen Instrumentariums der Forschung im Bereich Stadtentwicklung und Denkmal- und Kulturerbeschutz.


Das Projekt untersucht europäische Fallbeispiele für die Umnutzung historischer Industrieareale. Diese sind die Zeche Zollverein (Deutschland), das Hafenareal in Liverpool (Großbritannien), das Sulzer Areal in Winterthur (Schweiz) und das Falck Areal in Sesto San Giovanni bei Mailand (Italien).


Das DFG Projekt mit dem Titel: Historische Industriearchitektur und divergierende Ziele von Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft und Architekturproduktion. Nutzung des Instrumentes der Diskursanalyse für den Denkmalschutz wird in den Jahren 2011-2014 von Prof. Harald A. Mieg und Dr. Heike Oevermann bearbeitet. Kooperationspartner ist Prof. Johannes Cramer von der TU Berlin. Teilprojekte sind: Cities and Change and Challenge: urban development, architecture and industrial heritage sites in European cities und Synchronic discoures analysis (synchrone Diskursanalyse).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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